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Dachreinigung: Wann ist sie sinnvoll und worauf sollten Eigentümer achten?

2. Okt.
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 12. Okt.

Ein gepflegtes Dach prägt das Erscheinungsbild eines Gebäudes. Mit den Jahren können sich auf der Eindeckung grüne Beläge, Flechten und Verschmutzungen bilden. Viele Eigentümer fragen sich deshalb, ob eine Dachreinigung notwendig ist und welches Verfahren sich dafür eignet.

Eine fundierte Entscheidung beginnt mit der Beurteilung des Daches: Welches Material wurde verwendet? Ist die Eindeckung intakt? Geht es um eine optische Aufwertung oder gibt es Hinweise auf Probleme beim Wasserablauf?



Bedeutet Moos auf dem Dach automatisch einen Schaden?


Nein. Ein grüner Belag allein ist kein Beweis für eine beschädigte Dacheindeckung. Nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks sind Moos, Algen und Flechten auf Dächern in den meisten Fällen unbedenklich. Handlungsbedarf besteht insbesondere dann, wenn Bewuchs den ungehinderten Ablauf des Regenwassers beeinträchtigt.

Der Verband rät außerdem von einer eigenständigen Entfernung wegen des Unfallrisikos ab und bewertet verbreitete Methoden mit Hochdruckreinigern oder chemischen Mitteln kritisch. Eine Reinigung sollte deshalb fachlich beurteilt und geplant werden. Quelle: ZVDH, Faktenblatt „Moos auf dem Dach“

Für Eigentümer bedeutet das: Eine optisch gealterte Dachfläche muss nicht zwangsläufig gereinigt werden. Wer das Erscheinungsbild verbessern möchte, sollte den möglichen Nutzen gegen Aufwand und Risiken abwägen.



Vor der Reinigung steht die Zustandsprüfung


Vor einer Beauftragung sollten Material, Oberfläche und vorhandene Schäden dokumentiert werden. Zur Vorbereitung gehören beispielsweise:

  • Art und ungefähres Alter der Dacheindeckung

  • vorhandene Beschichtungen oder frühere Behandlungen

  • sichtbare Risse, Bruchstellen oder verschobene Elemente

  • Zustand von Dachrinnen und Fallrohren

  • Dachfenster, Solaranlagen und andere Einbauten

  • Zugangsmöglichkeiten und die Umgebung des Gebäudes

Bei Feuchtigkeit im Dachraum, Undichtigkeiten oder erkennbaren Schäden ist zunächst eine Prüfung durch einen Dachdeckerbetrieb sinnvoll. Eine Reinigung ersetzt weder eine Reparatur noch eine notwendige Sanierung.



Welches Reinigungsverfahren passt zum Dach?


Für Dachreinigungen gibt es kein Verfahren, das unabhängig vom Material und Zustand immer geeignet ist. Tonziegel, Betondachsteine, Schiefer, Metall und Faserzement müssen jeweils gesondert beurteilt werden.

Lassen Sie sich vor der Beauftragung erklären, warum das vorgeschlagene Verfahren für Ihre Eindeckung geeignet ist. Wichtig sind dabei die Herstellerhinweise, der Zustand der Oberfläche und eine nachvollziehbare Arbeitsplanung.

Ein Angebot sollte deutlich machen:

  • welches Verfahren eingesetzt wird,

  • ob und welche Reinigungsmittel vorgesehen sind,

  • wie angrenzende Bauteile und Grundstücksbereiche geschützt werden,

  • wie mit abgelösten Verschmutzungen und Reinigungswasser umgegangen wird,

  • welche Ergebnisse und Grenzen zu erwarten sind.

Aussagen wie „für jedes Dach geeignet“ oder „garantiert ohne jedes Risiko“ bieten keine ausreichende Grundlage für eine fachliche Entscheidung.



Welche Rolle können Drohnen spielen?


Drohnen kommen grundsätzlich als Werkzeug für die Sichtprüfung und bei entsprechend ausgestatteten Systemen auch für Reinigungsarbeiten infrage. Ob ein Einsatz am konkreten Gebäude sinnvoll ist, muss jedoch gesondert geprüft werden.

Für die Planung sind unter anderem Dachform, Hindernisse, Umgebung, Wetterbedingungen und das eingesetzte System relevant. Auch bei einem Drohneneinsatz bleibt die Materialverträglichkeit des Reinigungsverfahrens entscheidend.

Fragen Sie deshalb, welche Arbeiten tatsächlich mit der Drohne ausgeführt werden und welche ergänzenden Maßnahmen erforderlich sind. Der Einsatz einer Drohne allein belegt weder die Eignung des Verfahrens noch ein bestimmtes Reinigungsergebnis.



Besondere Vorsicht bei älteren Faserzementdächern


Ältere Dachplatten können Asbest enthalten. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin weist darauf hin, dass bei Gebäuden, mit deren Errichtung vor dem 31. Oktober 1993 begonnen wurde, mit asbesthaltigen Baustoffen gerechnet werden muss. Quelle: BAuA, häufig gestellte Fragen zu Asbest

Bei unklaren älteren Faserzementplatten muss die Materialfrage vor einer geplanten Bearbeitung geklärt werden. Eine unsachgemäße mechanische Bearbeitung asbesthaltiger Produkte kann gesundheitsgefährdende Fasern freisetzen. Solche Flächen gehören deshalb nicht in eine gewöhnliche Dachreinigung. Quelle: Umweltbundesamt, Asbest



Was bestimmt die Kosten einer Dachreinigung?


Ein belastbares Angebot berücksichtigt mehr als die Fläche. Dachgeometrie, Zugänglichkeit, Material, Verschmutzung, Schutzmaßnahmen und Zusatzarbeiten beeinflussen den Aufwand.

Achten Sie darauf, ob beispielsweise Dachrinnenreinigung, Anfahrt, Entsorgung und die abschließende Dokumentation enthalten sind. Für private Auftraggeber sollte der zu zahlende Gesamtpreis einschließlich Umsatzsteuer klar erkennbar sein.

Auch ein regelmäßiger Reinigungsrhythmus sollte begründet werden. Eine pauschale Reinigung alle wenigen Jahre lässt sich aus dem Alter des Daches allein nicht ableiten.



Dachreinigung sorgfältig entscheiden


Eine Dachreinigung kann für eine optische Aufwertung infrage kommen. Voraussetzung ist, dass Dachzustand und Material ein geeignetes Verfahren zulassen. Bei Funktionsproblemen oder Schäden steht dagegen die fachliche Prüfung und gegebenenfalls Instandsetzung im Vordergrund.

Sie möchten eine Dachreinigung mit FlyClean Germany anfragen? Senden Sie uns Fotos der Dachflächen sowie Angaben zu Standort, Dachmaterial und ungefährem Alter. Damit schaffen Sie eine gute Grundlage für die weitere Abstimmung Ihres Projekts.

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